Eines Tages im Sommer 2007 packte Mark Selby seine
Lieblingsgitarre, ein Notizbuch und eine Tasche voll klassischer Blues-
und Rockmusik, die ihn in seinen frühen Jahren beeinflusst hatte. Der
Musiker, der aus Oklahoma stammt, schloß die Türe seines Hauses in
Nashville hinter sich und machte sich auf den Weg nach Westen – in
Richtung der hohen Gipfeln und endlosen Weiten Colorados. Es war Zeit,
ein paar neue Stücke zu schreiben, Zeit, wieder eine CD aufzunehmen, und
der Mann wußte genau, was er wollte: Eine Platte, die einschlug wie ein
neunpfündiger Hammer (Nine Pound Hammer).
Selby richtete sich also in seinem Berg-Versteck ein, das er nur
verließ, um gebuchte Festivalauftritte wahrzunehmen sowie gelegentliche
Aufnahmesessions in Music City (i.e., Nashville, d.Ü.). Er hatte eine
'Geheimwaffe' bei sich: seine Frau und Mitarbeiterin, die preisgekrönte
Songwriterin Tia Sillers. “Es gibt nichts Besseres für Songwriter, als
exklusiv für ein ganzes Projekt zu arbeiten,” sagt Tia, “besonders, wenn
der Künstler eine Vision hat, die man teilen kann.”
Selby schwor sich, nicht 'von seinem Berg' herunter zu kommen, bis er
den perfekten Songmix für sein neues Projekt gefunden hatte, Musik, die
die ganze explosive Energie seiner Live-Shows zu vermitteln vermochte,
die telepathische Energie seiner außergewöhnlichen Band und das hohe
künstlerische Niveau an Songwriting, auf dem sich sein Ruf begründete.
Er ist nicht nur bekannt für Stücke, die er für andere Künstler schrieb
und mit denen er ihre Karrieren in Schwung brachte (The Dixie Chicks 'There's
Your Trouble', das einen Grammy erntete und Kenny Wayne Shepherd’s
Rocknummer 'Blue on Black', um nur einige zu nennen), sondern hat sich
auch international mit seinen eigenen Veröffentlichungen auf Vanguard
und ZYX/Pepper Cake einen Namen gemacht: “Selby hat sich Aufmerksamkeit
verdient mit seinem von der Kritik hoch gelobten Debut More Storms Comin
... und der außergewöhnliche Nachfolger Dirt läßt vermuten, dass das
kein reiner Glückstreffer war.” (Rolling Stone). “... eine überaus
bemerkenswerte Arbeit... mit 'Dirt' bringt sich Selby in die Liga
der besten Blues-Gitarristen ein” |
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(Discover Music, Deutschland).Mark hatte eine klare Vorstellung von seiner neuen CD: “Nach drei Alben
und einer ganzen Menge von Auftritten habe ich ein tolles Verhältnis des
Gebens und Nehmens zu meinem Publikum entwickelt. Ich hatte ein genaues
Gefühl dafür, was die Leute, die meine CDs kaufen und zu meinen
Konzerten kommen, an diesem Punkt von mir hören wollen: etwas
Kraftvolles, das uns mitnimmt auf eine wilde Reise, die Spaß macht, aber
auch Tiefgang und künstlerischen Anspruch hat. Im Prinzip also dasselbe,
was ich in meinen Live-Shows haben will: Aufregung, das Künstlerische,
Unterhaltung, Spannung und Ruhemomente – damit sich alles zu diesem
wunderbaren Austausch purer Energie verbindet zwischen Publikum und
Musiker.” Den ganzen Sommer hindurch hallten also donnernde Riffs und
anschwellende Melodien durch die Berge, bis schließlich Mark und Tia
Ende August von den Höhen herabstiegen, mit einer ganzen Ladung
ausgereifter Songs im Gepäck. Zurück in Nashville fand Mark einige alte
Freunde vor, die auf ihn gewartet hatten. Seine langjährigen
Bandkollegen etwa, Bassist Charles “Chopper” Anderson und der
Schlagzeuger Daryl “DB” Burgess, zwei von Music City's
berüchtigtsten 'Wandermusikern' und Studioprofis. “Diese Band
hat sich zu einer solch unglaublichen, beängstigenden Einheit
entwickelt,” so Selby, “sie ist wie die Schöne und das Biest in
Einem! Auf meinen vergangenen Alben hatte ich tolle Gäste –
Reese Wynans von Double Trouble, Kim Carnes, die Memphis Horns –
aber diesmal sollte es nur unsere kleine alte dreiköpfige Band
sein. Mir schwebte vor, ein Bluesrock-Trio wie ein Instrument zu
erproben und auszuschöpfen, zu sehen, was wir damit erreichen
können. Daryl und Chopper sind eine wahrhaft unglaubliche
Rhythmuseinheit, und sie inspirieren mich immer dazu, bei der
Gitarre das Beste aus mir 'rauszuholen. Ich liebe diese Band
dafür, dass sie sowohl Power als auch Empfindsamkeit hat. Es ist
ein wahnsinniger Mix aus musikalischem Handwerk, Kontrolle und
vollkommenem, wilden Ausflippen.” |
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| Und noch ein Freund
wartete im Aufnahmestudio: Brent Maher, Grammy-gekrönter Master
Producer-Engineer, weithin bekannt durch seine Arbeit mit
Superstars wie Ike&Tina Turner, Wynona Judd, aber auch Duke
Ellington und Sly Stone; Mark-Selby-Fans kannten ihn auch als
Co-Producer von More Storms Comin’ und Dirt. Maher, in der
Musikszene dafür berühmt, erdige, organische und authentische
Sounds zu kreieren, war bereit: “Mit Mark Selby zu arbeiten ist
ein Traum für Produzenten. Die Songs sind mit Sicherheit toll,
das Gitarrenspiel ist astronomisch, der Gesang vielschichtig und
voller Soul. Ein Tag im Studio mit Mark ist ein wirklich
sinnvoll verbrachter Tag.”Die Band fiel geradezu über das Blue
Room Studio in Nashville her, drehte alle Zylinder auf und
spielte sämtliche zwölf Stücke in der ersten Oktoberwoche 2007
ein. Einige der fertigen Mixe sind identisch mit dieser
Originalaufnahme – 'live' im Studio, keine zusätzlichen 'Overdubs'.
Mark blieb einige Tage länger und fügte zu einigen Stücken noch
mehr feurige Gitarrenelemente hinzu, würzte das Ganze außerdem mit ein wenig
Harmonika. Tania Hancheroff, Sängerin aus Nashville, kam dazu mit
typischen frechen Soul-Sister-Background-Vocals; alles zusammen
ging jedoch enorm schnell. “Als das Abmischen fertig war und der
Staub sich gesetzt hatte, sahen wir uns an und konnten kaum
glauben, dass wir schon fertig waren – und wie stolz wir
gleichzeitig auf das Ergebnis waren,” erzählt Mark. “Dieses
Projekt ist wirklich genau das, was ich mir erhofft und
vorgestellt hatte – und ich bin nicht gerade leicht zufrieden zu
stellen. Ich bin begeistert, dass es uns gelungen ist, das
Potential dieser Band mit all ihrer Kraft und Schönheit
einzufangen, und – glaubt mir, obwohl mein Name und Bild auf dem
Cover zu sehen ist, dies ist ein Bandprojekt. Es hat unglaublich
viel Spaß gemacht, und mit den |
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Songs, dem Sound, allem,
bin ich absolut glücklich.” Brent Maher fügt hinzu: “Ich weiß
nicht, wie er es macht, aber jede Platte, die ich mit Mark
aufgenommen habe, liegt auf einem neuen Level – und diese ist
bis jetzt die allerbeste!”
“Bis jetzt die Beste” ist ein ziemliches Kompliment, wenn man das Lob
bedenkt, das Selbys frühere Arbeiten bekommen haben. Vintage Guitar
beschreibt Dirt als “schlicht gesagt, 11 der besten
Rock'n Roll – Aufnahmen,
die man dieses Jahr zu hören bekommt.” Und Nine Pound Hammer
bedient viele Schubladen, von glühenden Rockstücken wie dem Titelsong,
Dangerous Game und Leveler Reveler bis zum sexy Soul und Gitarrenzauber
von Baby I Do; dann sind da noch der schwere Blues von Sure Hope It
Ain't A Train und funky-groovy Stücke wie I Should Know Better und I
Stole Your Love. Eine pointierte Geschichte erzählt Buck-Fifty & A
Flat-Head Ford, während A Good Friend To The Blues wie ein Klassiker
klingt; alle Stücke führen jedenfalls zum umwerfenden, rasanten Finale:
Guitar in the Rain – ohne Zweifel die kraftvollste, leidenschaftlichste
Darbietung in Mark Selby’s Laufbahn.
Gepriesen wurde er schon als “elektrisierender Bühnenmusiker” (Blues
Review), teilte die Bühne mit musikalischen Größen wie Jeff Beck und BB
King und wird regelmäßig mit seinen Vorbildern verglichen: “Mark Selby
ist in einer Liga mit Bruce Springsteen ...” (American Songwriter). Mit Nine Pound Hammer liefert Mark Selby auf jeden Fall einen großen Wurf,
der einschlägt, ein Zeugnis seiner künstlerischen Identität, voller
Songs, die dazu gemacht sind, gespielt zu werden – und mit einer
brandheißen Band, die sie spielt. Wie er selbst schon sagte: “Eine wilde
Reise ...”
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